Gesundheit und Fitness

Gesundheit und Fitness

Gesundheit und Fitness

Die Weltgesundheitsorganisation ( WHO) definiert Gesundheit folgendermaßen: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ Hervorzuheben ist hierbei, dass im Gegensatz zu früheren Definitionen nicht nur das Fehlen von Krankheit und alleine körperliche Aspekte als Ursache für Gesundheit und Fitness benannt werden. Dementsprechend gibt es viele Faktoren, die Gesundheit und Wohlbefinden negativ oder positiv beeinflussen.
• Gegebenheiten und Verhalten am Arbeitsplatz
• Soziale Umgebung/ Soziale Eingebundenheit
• Stress/ Entspannung
• Ernährung und Essgewohnheiten
• Schlafverhalten/Schlafgewohnheiten
• Bewegungsverhalten/ Sport
• u.a.

In diesem Beitrag soll es zunächst einmal um die grundsätzliche Betrachtung des Themas „Bewegung, Bewegungsverhalten und Fitness“ gehen. Im Speziellen um die Betrachtung von Sport und Fitness als Ausgleich für den Alltagstrott.

Homo sedens = der sitzende (bewegungsarme) Mensch

Die Entwicklung vieler Menschen zum „homo sedens“ bringt immer mehr gesundheitliche Gefahren mit sich. Das geht morgens schon los: Im Auto, im Zug in der U- oder S-Bahn oder im Bus sitzen wir, der Weg bis dahin ist nur wenige Schritte lang. Am Arbeitsplatz angekommen wird der Weg dorthin mit dem Fahrstuhl zurückgelegt. Und schließlich wird die Tagesposition auf dem Stuhl vor dem Computer, am Konferenztisch (Sitzung) oder in der Kantine eingenommen. Nach der Rückkehr wird das Abendbrot ebenfalls sitzend auf einem Stuhl eingenommen und danach bewegt sich der „homo sedens“ (sedens und sedieren haben den gleichen Wortstamm) immerhin 3-5 Schritte auf die Couch vor den Fernseher oder die Spielekonsole.
Währenddessen wälzt sich das mit Nährstoffen vollgepumpte Blut nur träge durch die Arterien, wird an jeder Kurve oder Engstelle verlangsamt und hinterlässt immer wieder ein paar Ablagerungen. Dadurch verlieren die Gefäßwände allmählich an Elastizität, der Widerstand erhöht sich und der Blutdruck steigt, zunächst lokal und später systemisch. Die Leistungsfähigkeit sinkt, die Gefahr steigt. Hier gibt es Infos, wie es auch anders geht!

Funktionsbeeinträchtigungen

Atmungssystem
Aber auch andere Systeme leiden unter der körperlichen Inaktivität. Die Lunge wird nicht genügend gefordert und die Atemmuskulatur verkümmert, die Sauerstoffversorgung des Blutes ist reduziert. Damit lässt die Anpassungsfähigkeit des Atmungssystems an veränderte Anforderungen nach und auch dadurch sinken Gesundheit und Fitness. Das Herz-, Kreislaufsystem und damit auch die Zellen und Organe, die Sauerstoff benötigen, sind nicht mehr für höhere Anforderungen gerüstet.

Stoffwechsel
Das verdickte, sauerstoffarme und langsam fließende Blut hat negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel in allen Körperzellen. Er ist anaerob und anabol, d.h. sauerstoffarm und körpermasse-aufbauend. Gesundheit und Fitness leiden, weil Übergewicht entsteht und das Herzinfarktrisiko steigt.

Bewegungssystem
Alle Elemente des Bewegungssystems wie Knochen, Knorpel, Bänder, Gelenke , Muskeln und Sehnen werden durch die Inaktivität schwach (s. weaklink), wodurch ihre Funktion und Belastbarkeit also auch Gesundheit und Fitness leiden.
Das gesamte motorische Steuerungssystem, also das Zusammenspiel des Nervensystems mit den Muskeln funktioniert nicht mehr optimal, weil es nicht gefordert wird. Deshalb können Anpassungen von Bewegungen an sich verändernde Anforderungen im Alltag schlechter erfolgen. Störungen der Koordination sind die Folge.
Muskeln verlieren durch das Nicht- Benutzen an Kraft und Reaktionsfähigkeit, dadurch werden Bewegungen seltener ausgeführt, Muskeln verlieren an Kraft und Reaktionsfähigkeit, Bewegungen werden seltener ausgeführt, Muskeln verlieren … usw..(Teufelskreis) Gesundheit und Fitness in der Abwärtsspirale.
Die Funktion von Knochen und Bänder wird zwar langsamer schlechter als die von Muskeln, aber so ein Arbeitsleben ist ja in der Regel sehr lang.
Wenn Muskeln nicht mehr optimal funktionieren, hat das unmittelbare Folgen für die Gelenke in zweierlei Hinsicht. Zum einen werden Bewegungen immer öfter nicht mehr endgradig durchgeführt, das Bewegungsausmaß sinkt und die passiven Strukturen (Knochen, Bänder) werden mehr- und überbelastet. Zum zweiten werden die Knochen, die ein Gelenk bilden, wie z.B. Kopf und Pfanne, bei statischen Belastungen und Bewegungen nicht mehr optimal durch die Muskeln geführt. Es kann zu Druckspitzen auf Knochen und Knorpel kommen. Gelenkverschleiß ist vorprogrammiert.

Gesundheit und Fitness und die Psyche
Die positiven Auswirkungen von Bewegung bzw. Sport auf die psychische Verfassung sind hinlänglich bekannt und werden zunehmend bei psychischen Problemen wie Antriebslosigkeit, Depression, Burnout aber auch bei „normalen“ Sorgen des Alltags therapeutisch angewendet. Das positive Feedback nach einer körperlichen Betätigung hilft dabei aus der Passivität und Apathie heraus zu kommen. Körperliche/ sportliche Betätigung v.a. Ausdauertraining löst molekulare Prozesse aus, die Glücksgefühle vermitteln. Neurotransmitter wie Serotonin und Endorphin werden vermehrt ausgeschüttet und verursachen diese positiven Emotionen. Ein probates Mittel, Menschen mit psychischen Problemen aus ihrem Teufelskreis heraus zu holen.

Konsequenzen
JedeGesundheit und Fitnessr der sich mit diesen körperlichen Problemen auseinandersetzt und ihre Entstehung versteht und die Folgen ernst nimmt, kennt aber auch die Lösung derselben: Sport, Bewegung, Fitness wie immer man es nennen möchte = Gesundheit und Fitness stärken. Hier gibt es das Sportprogramm!
Raus aus der Couch und rein in das bewegte Leben!
Und jeder, der die beschriebenen Zusammenhänge zwischen Bewegungsarmut und den Folgen für die verschiedenen physischen Komponenten versteht, kann sich zumindest in den Grundzügen ableiten, welche Arten von sportlichen Beanspruchungsformen und Bewegungsabläufen diesen Fehlbeanspruchungen vorbeugen können.

Trainingsplan

So kann und sollte jeder seinen (beruflichen) Alltag mal beleuchten und herausfinden, welche Arten von sportlicher Belastung in seinem Trainingsplan stehen sollten, um möglichen negativen Folgen seines Tagesablaufes präventiv begegnen zu können. Hier Trainingsplan 50+ downloaden!

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